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DIE KOLUMNE VON GÖTZ E. REHN Weihnachten - Handeln aus Liebe »Weihnachten, das Fest der Liebe, kann uns daran erinnern, aus echtem Interesse und in Liebe zu handeln.« Prof. Dr. Götz E.Rehn, Gründer und Geschäftsführer Alnatura Liebe Leserinnen, liebe Leser, die Vorweihnachtszeit kann eine Zeit der Besinnung sein. Jedes Jahr am selben Datum, dem 24. Dezember, gedenken und feiern Menschen die Geburt Jesu Christi. Mit dem Ereignis, dessen wir gedenken, begann da- mals eine neue Zeitrechnung. Wir teilen die Geschichte in die Periode vor und nach der Geburt Jesu ein. Weihnachten wird auch das Fest der Liebe genannt. Am Weihnachts- abend findet in vielen Familien eine Bescherung statt. Jede und jeder sucht ein Geschenk aus, das den Be- schenkten Freude bereitet. In vielen Landstrichen tritt ein Weihnachts- mann auf, der die Geschenke bringt. Für mich ist das Weihnachtsfest An- lass zu fragen, wie es mir gelingen kann, immer mehr aus Interesse am anderen zu handeln. Wenn sich mei- ne Handlung an dem Wesen des Handlungsgegenstandes ausrichtet, wird sie zu einer positiven Entwick- lung beitragen können. Wenn ich zum Beispiel einen Obstbaum im Herbst radikal beschneide, wird er im Folgejahr keine Früchte tragen. Diese Handlung bringt das Handlungsobjekt, den Obstbaum, um seine Früchte. Wenn Menschen aus Egoismus, Hass, Neid, Antipathie oder Zwang handeln, haben sie nicht das Wohl der anderen, sondern das eigene Wohl im Sinn. Wenn wir uns jedoch mit dem anderen zuvor beschäftigen und seine Wesenseigenschaft verste- hen wollen, kann unsere Handlung ein heilsamer Impuls sein. Weihnach- ten, das Fest der Liebe, kann uns daran erinnern, aus echtem Interesse und in Liebe zu handeln. Ein am Wesen des anderen orientier- tes Handeln setzt voraus, dass wir die Wirklichkeit ganzheitlich erken- nen wollen. Nur wenn wir die uns umgebende Natur umfassend erken- nen, können wir sie ihrem Wesen gemäß behandeln. Der biologisch- dynamische Landbau zum Beispiel hat das Ziel, dass durch die besonde- re Art der Bearbeitung der Natur diese sich besser entwickeln kann als ohne diese Bearbeitung. Insofern ist dieser Ansatz mehr als Naturschutz. Im biologisch-dynamischen Landbau geht es um Naturentwicklung durch Kultivierung. Unsere Fähigkeiten, die Welt zu kultivieren, sind unser Geschenk an Natur und Menschen. Wir können die Gesellschaft und die Natur durch unsere Handlungen »beschenken« und kultivieren, wenn sie sich am Wesen des anderen orientieren. Das ist sinnvoll. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und den mit Ihnen Verbundenen eine besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das Jahr 2026. Mit herzlichen Grüßen Es! ‚Alnatura Magazin Dezember 2025 33
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