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Aktueller Prospekt Das Futterhaus - Gültig von 01.12 bis 31.12 - Seitenzahl 40

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Prospekt Das Futterhaus 01.12.2025 - 31.12.2025
Prospekt Lidl - Aktionsprospekt 8 Jun, 2026 - 13 Jun, 2026
Lidl - Aktionsprospekt
8 Jun, 2026 - 13 Jun, 2026
Prospekt Lidl - Grillmagazin 25 Apr, 2026 - 6 Jun, 2026
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Prospekt Rossmann - Jetzt den ROSSMANN Angebote Blätterkatalog entdecken | rossmann.de 1 Jun, 2026 - 6 Jun, 2026
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1 Jun, 2026 - 6 Jun, 2026
Prospekt Lidl - Mai/Juni Reise-Highlights 12 Mai, 2026 - 15 Jun, 2026
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12 Mai, 2026 - 15 Jun, 2026
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Foto: © Hannes Bonzheim- siockadebe.com SEITE. DAS FUTTERHAU NATURSCHUTZ Welche Rolle spielen Landwirtschaft, Städtebau und Industrie beim Verlust von Lebensräumen? Die intensive Landnutzung durch uns Menschen ist ohne Zweifel der Hauptgrund für den Verlust von naturnahen Lebensräumen - und damit von Biodiversität. An Land gehören dazu Land- und Forstwirt- schaft mit ihrem intensiven Einsatz von Pestiziden und Dünger, in den aquatischen Lebensräumen sind die Fischerei und der Eintrag von Umweltgiften ein wesentlicher Treiber des Artensterbens. Und natür- lich haben auch unsere Städte mit naturnahen Lebensräumen wenig ‚gemeinsam - vielerorts sind sie aber trotzdem zu wichtigen Rückzugs- räumen für viele Arten geworden, die in ausgeräumten Agrarsteppen ‚eben keinen Lebensraum mehr finden können. Ein häufig unterschätz- tes Phänomen ist auch die Zerschneidung von Lebensräumen durch Straßen, Schienen oder Kanäle. Wo wird die Biodiversitätskrise bereits besonders deutlich? ‚Ganz klar in den landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen. Ein Bei- spielist das Rebhuhn, ein ganz typischer Bewohner der offenen Feldflur. Seit dem Ende der 1970er Jahre ist die Rebhuhnpopulation europaweit um über 90 Prozent geschrumpft. Der Acker- und Wiesenbewohner findet heute einfach zu wenig Versteckmöglichkeiten vor seinen Fein- den und Rebhuhnküken finden kaum noch Insekten, auf die sie in den ersten Lebenswochen angewiesen sind. Auch der Feldhamster leidet unter intensiver Landwirtschaft und ist in den meisten Regionen seines ehemaligen Verbreitungsgebiets bereits ausgestorben. Dabei bilden Rebhuhn und Feldhamster mit Blick auf die Lebensgemeinschaften im Offenland leider nur die Spitze des Eisbergs. An welchen Stellen hat das Artensterben schon heute spürbare Konsequenzen für unser tägliches Leben? Der Feldsperling wurde Mitte des 20. Jahrhunderts in China durch eine gezielte Kampagne an den Rand der Ausrottung getrieben, weil er als ein bedeutender Getreideschädling galt. Nur wenige Jahre später litt die chi- nesische Bevölkerung an einer schweren Hungersnot, da Heuschrecken die Ernten vernichtet hatten. Sie hatten sich sehr stark vermehrt, da Feld- sperlinge als natürliche Feinde ausgefallen waren. Solche folgenschwe- ren Beispiele sind bei uns bisher zum Glück nicht bekannt. Doch auch bei uns sind die Auswirkungen von Monotonie und Artenarmut spürbar: Das großflächige Absterben von Fichten durch Borkenkäferbefall in den vergangenen Jahren wäre in diesem Ausmaß sicherlich nicht geschehen, wenn unsere Wälder arten- und strukturreicher gewesen wären. Da steckt Gutes drin! Mit dem Verkauf unserer Permanenttragetasche unterstützen wir die Deutsche Wildtier Stiftung beiihrem Projekt Nationales Naturerbe, um unberührte Naturflächen und Artenvielfalt für folgende Generationen zu sichern. Zee Welche langfristigen Folgen hätte ein fortschreitender Verlust der Biodiversität für den Menschen? Die Vielfalt der Natur ist die Überlebensgarantie für uns Menschen. Nur sie ermöglicht es uns, Antworten auf neue Herausforderungen zu fin- den, seien es zum Beispiel medizinische Wirkstoffe für neu entstandene Krankheiten oder die Entwicklung neuer, ressourcenschonender Ma- terialien. Was muss passieren, um die Biodiversität vor dem drohenden Kol- laps zu retten? Wir Menschen müssen begreifen, dass mit jeder verlorenen Tier- und Pflanzenart eine Seite aus dem Buch des Lebens unwiederbringlich verloren ist. Um die drei Dimensionen der Biodiversität zu schützen, brauchen wir vor allem möglichst naturnahe, und miteinander vernetz- te Lebensräume. Am Ende braucht Artenvielfalt einfach mehr Platz und Zeit, um langfristig gesichert zu sein. Was macht Ihnen Mut? Wir wissen heute bereits sehr viel darüber, warum wir Arten verlie- ren und wie wir sie schützen können. Nach dem Verbot des für viele Wildtiere schädlichen Insektizids DDT in den 1970er-Jahren nahm die Zahl der Greifvögel wieder zu. In sauberen, renaturierten Flüssen gibt es wieder mehr Fischotter. Unsere eigenen Schutzprojekte zum Feld- hamster sind hoch erfolgreich, weil wir heute sehr genau wissen, wie Feldhamster geschützt werden können, und in Berlin konnten wir auf den von uns angelegten Blühflächen allein knapp 180 verschiedene Wildbienenarten nachweisen. Doch neben solchen gezielten Artenschutzprojekten brauchen wir eine gemeinsame Kraftanstrengung, um auch die Vielfalt der Gene und der Ökosysteme langfristig zu schützen. Eine solche Kraftanstrengung könn- te vielleicht durch die 2024 in Kraft getretene EU-Verordnung zur Wieder- herstellung der Natur, die sogenannte WVO, initiiert werden. Die WVO verpflichtet die Mitgliedstaaten dazu, geschädigte Ökosysteme in einen guten Zustand zurückzubringen, den Verlust der Artenvielfalt aufzuhal- ten und eine Trendwende einzuleiten. Diese Kraftanstrengungen schaf- fen wir nur gemeinsam mit den Landwirten und Waldbesitzern, weshalb die Deutsche Wildtier Stiftung eng mit ihnen zusammenarbeitet. u Dr. Andreas Kinser, Leiter Natur- und Artenschutz beider Deutschen Wildtier Stiftung

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Foto: © Hannes Bonzheim- siockadebe.com SEITE. DAS FUTTERHAU NATURSCHUTZ Welche Rolle spielen Landwirtschaft, Städtebau und Industrie beim Verlust von Lebensräumen? Die intensive Landnutzung durch uns Menschen ist ohne Zweifel der Hauptgrund für den Verlust von naturnahen Lebensräumen - und damit von Biodiversität. An Land gehören dazu Land- und Forstwirt- schaft mit ihrem intensiven Einsatz von Pestiziden und Dünger, in den aquatischen Lebensräumen sind die Fischerei und der Eintrag von Umweltgiften ein wesentlicher Treiber des Artensterbens. Und natür- lich haben auch unsere Städte mit naturnahen Lebensräumen wenig ‚gemeinsam - vielerorts sind sie aber trotzdem zu wichtigen Rückzugs- räumen für viele Arten geworden, die in ausgeräumten Agrarsteppen ‚eben keinen Lebensraum mehr finden können. Ein häufig unterschätz- tes Phänomen ist auch die Zerschneidung von Lebensräumen durch Straßen, Schienen oder Kanäle. Wo wird die Biodiversitätskrise bereits besonders deutlich? ‚Ganz klar in den landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen. Ein Bei- spielist das Rebhuhn, ein ganz typischer Bewohner der offenen Feldflur. Seit dem Ende der 1970er Jahre ist die Rebhuhnpopulation europaweit um über 90 Prozent geschrumpft. Der Acker- und Wiesenbewohner findet heute einfach zu wenig Versteckmöglichkeiten vor seinen Fein- den und Rebhuhnküken finden kaum noch Insekten, auf die sie in den ersten Lebenswochen angewiesen sind. Auch der Feldhamster leidet unter intensiver Landwirtschaft und ist in den meisten Regionen seines ehemaligen Verbreitungsgebiets bereits ausgestorben. Dabei bilden Rebhuhn und Feldhamster mit Blick auf die Lebensgemeinschaften im Offenland leider nur die Spitze des Eisbergs. An welchen Stellen hat das Artensterben schon heute spürbare Konsequenzen für unser tägliches Leben? Der Feldsperling wurde Mitte des 20. Jahrhunderts in China durch eine gezielte Kampagne an den Rand der Ausrottung getrieben, weil er als ein bedeutender Getreideschädling galt. Nur wenige Jahre später litt die chi- nesische Bevölkerung an einer schweren Hungersnot, da Heuschrecken die Ernten vernichtet hatten. Sie hatten sich sehr stark vermehrt, da Feld- sperlinge als natürliche Feinde ausgefallen waren. Solche folgenschwe- ren Beispiele sind bei uns bisher zum Glück nicht bekannt. Doch auch bei uns sind die Auswirkungen von Monotonie und Artenarmut spürbar: Das großflächige Absterben von Fichten durch Borkenkäferbefall in den vergangenen Jahren wäre in diesem Ausmaß sicherlich nicht geschehen, wenn unsere Wälder arten- und strukturreicher gewesen wären. Da steckt Gutes drin! Mit dem Verkauf unserer Permanenttragetasche unterstützen wir die Deutsche Wildtier Stiftung beiihrem Projekt Nationales Naturerbe, um unberührte Naturflächen und Artenvielfalt für folgende Generationen zu sichern. Zee Welche langfristigen Folgen hätte ein fortschreitender Verlust der Biodiversität für den Menschen? Die Vielfalt der Natur ist die Überlebensgarantie für uns Menschen. Nur sie ermöglicht es uns, Antworten auf neue Herausforderungen zu fin- den, seien es zum Beispiel medizinische Wirkstoffe für neu entstandene Krankheiten oder die Entwicklung neuer, ressourcenschonender Ma- terialien. Was muss passieren, um die Biodiversität vor dem drohenden Kol- laps zu retten? Wir Menschen müssen begreifen, dass mit jeder verlorenen Tier- und Pflanzenart eine Seite aus dem Buch des Lebens unwiederbringlich verloren ist. Um die drei Dimensionen der Biodiversität zu schützen, brauchen wir vor allem möglichst naturnahe, und miteinander vernetz- te Lebensräume. Am Ende braucht Artenvielfalt einfach mehr Platz und Zeit, um langfristig gesichert zu sein. Was macht Ihnen Mut? Wir wissen heute bereits sehr viel darüber, warum wir Arten verlie- ren und wie wir sie schützen können. Nach dem Verbot des für viele Wildtiere schädlichen Insektizids DDT in den 1970er-Jahren nahm die Zahl der Greifvögel wieder zu. In sauberen, renaturierten Flüssen gibt es wieder mehr Fischotter. Unsere eigenen Schutzprojekte zum Feld- hamster sind hoch erfolgreich, weil wir heute sehr genau wissen, wie Feldhamster geschützt werden können, und in Berlin konnten wir auf den von uns angelegten Blühflächen allein knapp 180 verschiedene Wildbienenarten nachweisen. Doch neben solchen gezielten Artenschutzprojekten brauchen wir eine gemeinsame Kraftanstrengung, um auch die Vielfalt der Gene und der Ökosysteme langfristig zu schützen. Eine solche Kraftanstrengung könn- te vielleicht durch die 2024 in Kraft getretene EU-Verordnung zur Wieder- herstellung der Natur, die sogenannte WVO, initiiert werden. Die WVO verpflichtet die Mitgliedstaaten dazu, geschädigte Ökosysteme in einen guten Zustand zurückzubringen, den Verlust der Artenvielfalt aufzuhal- ten und eine Trendwende einzuleiten. Diese Kraftanstrengungen schaf- fen wir nur gemeinsam mit den Landwirten und Waldbesitzern, weshalb die Deutsche Wildtier Stiftung eng mit ihnen zusammenarbeitet. u Dr. Andreas Kinser, Leiter Natur- und Artenschutz beider Deutschen Wildtier Stiftung
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