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Foto: © Chepko Da -tockadobe.com GESUNDHEIT Wie gefährlich kann ein Zeckenstich für mein Haustier werden? Hunde können sich durch die Wiesenzecke mit Babesia canis und da- mit der potenziell tödlichen Hundebabesiose infizieren. Der Holzbock kann das Bakterium Anaplasma phagocytophilum übertragen, den Erreger der Infektionskrankheit Granulozytäre Anaplasmose. Dabei be- fällt ein Bakterium bestimmte weiße Blutkörperchen. Deutlich seltener erkranken Hunde an einer Borreliose. Vereinzelt kann auch die FSME bei Hunden auftreten, die durch beide Zeckenarten übertragen wer- den kann. Bei Katzen sind zeckenübertragene Krankheiten seltener als beim Hund. Es wird jedoch zunehmend über Fälle von Granulozytärer ‚Anaplasmose berichtet. Es gibt auch einzelne Berichte über klinische Borreliose-Erkrankungen bei Katzen. Das FSME-Virus kann ihnen aber glücklicherweise nichts anhaben. Wie schütze ich mein Tier bestmöglich vor einem Zeckenstich? Esgibt viele verschiedene Wirkstoffe, die als Arzneimittel gegen Zecken- befall zugelassen sind, etwa in Form von Tabletten, als Spot-on oder Halsband. Tierärztin oder Tierarzt sind kompetente Ansprechpartner, um das richtige Präparat für das individuelle Tier und sein Lebensum- feld zu finden. Da Zecken im Zuge des Klimawandels mittlerweile auch in den Wintermonaten aktiv sind, müssen Hund und Katze ganzjährig ‚geschützt werden. Im Gegensatz zu den klinisch geprüften Arzneimit- teln sind Haus- oder „natürliche Mittel“ wie Öle, Bernstein-, Keramik- und Ultraschallhalsbänder oder homöopathische Arzneimittel nicht ausreichend gegen Zecken wirksam. SEITE 28 | DAS FUTTERHAUS In Kooperation mit dem NABU und NABUlnaturgucker hat die Forschungsgruppe der Tierärztlichen Hochschule Hannover eine Meldeaktion zum Zeckenvorkommen ins Leben gerufen. Worum geht es? Wir möchten mit Hilfe der Bevölkerung erforschen, wie die Ausbreitung der verschiedenen Zeckenarten voranschreitet, in welchen Monaten sie gefunden werden, welche fremden Zecken importiert werden und wen die verschiedenen Zeckenarten am liebsten befallen - also Mensch oder Tier. Das Besondere an einem solchen Citizen-Science- ‚Ansatz ist, dass „Forschen in Gemeinschaft“ häufig viel mehr erreicht als ein einzelnes Forschungsteam: Verschiedenste bislang noch weiße Flecken auf der Landkarte können gefüllt werden. Die Winteraktivität von Zecken lässt sich nicht nur an einigen ausgewählten Standorten, sondern in ganz Deutschland erfassen. Die Meldeaktion leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Zeckenforschung und gibt gleichzeitig Auf- schluss über die Folgen des Klimawandels. u .d. vet, Birke Strube, PhD, ist Veterinärmedi in in des Instituts für Parasitologie an st ier Hochschule Hannover, Sie forsch Themen Velerinary Pu biche alth sowie parasitäre Erkrankun; Tieren und Übertragung auf den Menschen. Hyalomma
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