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AQUARISTIK Temporäre Haltung im Hochteich SOMMERFRISCHE FÜR AQUARIENFISCHE In den Sommermonaten dürfen einige Fischarten aus dem hei- mischen Aquarium unter freiem Himmel schwimmen. Wie die Frischluftkur funktioniert und worauf die Pfleger zarter Flossen achten sollten, weiß Aquaristikexperte Dominik v. Reckow. Viele Aquarienfische profitieren von einer sommerlichen Außenhaltung. Sie entwickeln eine Farbintensität, die im Aquarium kaum erreicht wird. Der Ernährungszustand ist nach einem Sommer im Freien meist hervor- ragend. Auch für die Kondition der Fische ist die temporäre Außenhal- tung ein Plus. Darüber hinaus vermehren sich viele Arten sehr erfolgreich in größeren Außenbecken. Eine temporäre Haltung nicht heimischer Fischarten im Garten ist bei überraschend vielen Arten möglich. Voraussetzung: eine sorgfältige Pla- nung und geeignete Technik. Die Fische einfach in den Gartenteich um- siedeln? Keine gute Idee. Der klassische, in den Boden eingelassene Gar- tenteich ist als Ferienunterkunft für Aquarienfische eher ungeeignet. Zum einen bleibt das Wasser hier meist deutlich kühler als im Hochteich. zum anderen stellt sich im Herbst die Frage, wie die Schar der Sommergäste wieder sicher eingefangen werden kann. SEITE40 | DAS FUTTERHAUS Urlaub im Hochteich Gut geeignet für den Sommerurlaub flossiger Mitbewohner sind Terras- senteiche, Maurerbütt oder Eigenkonstruktionen aus Holzpaletten und Teichfolie. Die Behältnisse sollten nicht eingegraben, sondern etwas ‚erhöht mit Abstand vom kühlen Boden aufgestellt werden. Die richtige ‚Größe ist abhängig vom Besatz. Grundsätzlich gilt: Je größer das Wasser- volumen, desto besser. Auch wenn unsere Sommer zunehmend wär- mer werden, kann das Thermometer in der Nacht unter 15 °C fallen. Bei kleineren Wasservolumen führt dies zu schnellen Temperaturabfällen. ‚Auch bei hohen Außentemperaturen ist eine größere Wassermenge von Vorteil, da sie sich langsamer erwärmt. Warmes Wasser bindet deutlich weniger Sauerstoff. Je größer die Wassermenge des Außenschwimmbe- ckens, desto stabiler die Sauerstoffsättigung. ‚Abnnach draußen Der Umzug in den Außenbereich kann erfolgen, wenn es keine Nacht- fröste mehr gibt - also meist nach den Eisheiligen Ende Mai. Wichtig ist, dass die Wassertemperatur von Innen- und Außenbecken beim Umzug nicht mehr als 3°C Differenz aufweist. Ob eine zusätzliche Filterung notwendig ist, hängt vom Wasservolumen und vom Fischbesatz ab: Je größer das Volumen und je geringer der Besatz, desto weniger Technik ist erforderlich. In vielen Fällen reicht ein zuverlässiges Wasserther- mometer aus. Empfehlenswert sind digitale Messgeräte, die Messdaten speichern und die Nachttemperaturen dokumentieren. Bei angepasstem Besatz und regelmäßiger Kontrolle wird in der Regel keine weitere Technik benötigt. ‚Sommerfrischler aus vielen Ländern Gut geeignet für die temporäre Außenhal- tung sind unter anderem nordamerikani- sche Arten wie Regenbogenelritzen, Rot- flossenorfen oder Zwergsonnenbarsche. Auch asiatische Arten wie Kardinalfische, Makropoden und die sehr beliebten Medaka- Reisfische fühlen sich im sommerlichen Hoch- teich wohl. In den wärmsten Sommermonaten
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