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Aktueller Prospekt Rossmann - Gültig von 01.07 bis 09.07 - Seitenzahl 34

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Prospekt Rossmann 01.07.2026 - 09.07.2026
Prospekt ALDI SÜD - ALDI SÜD - PV Sonderprospekt 2026 - Seite 1 1 Jul, 2026 - 9 Jul, 2026
ALDI SÜD - ALDI SÜD - PV Sonderprospekt 2026 - Seite 1
1 Jul, 2026 - 9 Jul, 2026
Prospekt Lidl - Aktionsprospekt 6 Jul, 2026 - 11 Jul, 2026
Lidl - Aktionsprospekt
6 Jul, 2026 - 11 Jul, 2026
Prospekt Norma - NORMA - Ihr Lebensmittel-Discounter | Online-Prospekt 29 Jun, 2026 - 4 Jul, 2026
Norma - NORMA - Ihr Lebensmittel-Discounter | Online-Prospekt
29 Jun, 2026 - 4 Jul, 2026
Prospekt ALDI SÜD - ALDI SÜD Prospekt: aktuelle Angebote - Seite 1 1 Jul, 2026 - 9 Jul, 2026
ALDI SÜD - ALDI SÜD Prospekt: aktuelle Angebote - Seite 1
1 Jul, 2026 - 9 Jul, 2026
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GESELLSCHAFT / Interview wie „Tür an Tür mit Alice“ neu arrangiert sind, heißt „Zeitlos“. Seine Autobiografie trägt den Titel „Unerwartet“. Howard Carpen- dale - 80 Jahre alt, Sternzeichen Steinbock - wählt starke Adjektive für seine neuesten Veröffentlichungen. Im Interview blickt der Entertainer, der 65 Millionen verkaufte Ton- träger vorweisen kann („Hello again“), auf seine Karriere zurück und nimmt, wie in seinem Buch, kein Blatt vor den Mund. S ein aktuelles Doppelalbum, auf dem Hits In Ihrer Autobiografie, die Sie mit der Journalistin Sabine Eichhorst geschrieben haben, laden Sie die Leser ein, „hinter die Fassade zu schauen, auf den Menschen, der ich wirklich bin“. Das klingt, als ob Sie früher etwas verborgen hätten. Woher kommt diese Offenheit? Howard Carpendale: Ich habe nicht be- wusst etwas verborgen. Es gibt Geschichten, die ich vergessen hatte - und andere, über die ich nicht unbedingt via Social Media reden wollte. Im Gespräch mit Sabine habe ich ge- merkt: Ich sitze jemandem gegenüber, die viel Erfahrung hat und der ich vertrauen kann. Dadurch war ich bereit, über fast alles zu sprechen. Obwohl ich seit 60 Jahren singe, ha- ben viele Menschen kein klares Bild von mir. Das ist imagemäßig manchmal ein Vorteil - man bleibt ein bisschen mysteriös. Aber ich lese auch oft etwas, das ein typisches Bild von einem Sänger zeigt. Und ich behaupte: Ich bin nicht typisch. Sie wollten dieses Bild also korrigieren? Ja, solange ich noch Zeit habe. Es heißt: „Man ist so alt, wie man sich fühlt.“ Wie alt fühlen Sie sich? Wie 55. Ich habe alle bösen Taten abge- zogen (lächelt) und die Tage, die nicht viel gebracht haben. Wenn man rechnet, sind 80 Jahre nur etwas mehr als 4.000 Wochen. Das ist nicht viel. Sie schreiben im Buch ausführlich über Ihre Jugend in Südafrika - über die Gräben zwischen Schwarz und Weiß, Arm und Reich. Verfolgen Sie das Geschehen im Land heute noch? Nicht mehr so sehr. Ich bin, ehrlich ge- sagt, enttäuscht. Solange Nelson Mandela da war, hatte Südafrika die Chance, eine Vorbild- funktion zu übernehmen. Wenn ich Amerika 34 heute sehe, ist Südafrika allerdings in man- chem fortschrittlicher als die USA. Sie haben ein Haus in Florida, leben Sie dort noch zeitweise? Nein. Ich glaube nicht, dass man mich sehr schnell wieder in Amerika sehen wird. Wir sind komplett weggezogen, haben das Haus verkauft. Wenn ich das heute aus der Ferne anschaue: Ich habe kein Bedürfnis, dort überhaupt nur eine Woche zu verbringen. Ich habe gemerkt, wie Amerika sich seit dem 11. September 2001 verändert hat. Dieses „Wir sind das wichtigste Land der Welt“-Gefühl ist stärker geworden - und man könnte damit anders umgehen, als es passiert. In Ihrem Buch sind Sie politischer, als viele es erwarten würden. Und nur wenige wissen, dass Sie Songs wie „Johannesburg“ geschrie- ben haben, der Rassentrennung verurteilt. Bedauern Sie, dass Sie nicht häufiger als ernsthafter Künstler wahrgenommen werden? Das ist der Fluch des Wortes „Schlager“. Ich habe mit Schlagern angefangen, weil es in den Sechzigerjahren kaum etwas an- deres in Deutschland gab. Mit der Zeit habe ich verstanden, dass viele die Schlagermusik für etwas Dümmliches halten. Das hat mich gewundert. Ich hielt Deutschland immer für ein freies Land mit wenig Vorurteilen. Inzwi- schen habe ich leider festgestellt, dass Vorur- teile eines der größten Probleme sind, die wir hier haben. Politische Texte habe ich mein Le- ben lang immer wieder gesungen - nur sind die oft auf Alben „versteckt“. Wenn ein Kons- tantin Wecker mit erhobenem Finger singt, passt das zu ihm. Bei mir würde man das so nicht glauben. Ich muss das mit Emotionen verbinden. Das ist mein Weg, Menschen zu bewegen - Richtung Gänsehaut oder auch Tränen, wenn es sein muss. Sie waren im Frühjahr auf großer Ab- schiedstournee. In der Musikbranche ist der Abschied vom Abschied ein bekanntes Phä- nomen. 2003 waren Sie schon mal weg... Ich habe ein Comeback gehabt - eines! Das war 2007. Aber die Medien verbinden meinen Namen seit Jahren damit. Früher ging man ins Fernsehen, in eines der drei Programme, wenn man eine Botschaft hatte, und das Land sprach darüber. Heute müss- te ich dafür zwanzig Sender abklappern und Social Media bedienen. Das ist mir »

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GESELLSCHAFT / Interview wie „Tür an Tür mit Alice“ neu arrangiert sind, heißt „Zeitlos“. Seine Autobiografie trägt den Titel „Unerwartet“. Howard Carpen- dale - 80 Jahre alt, Sternzeichen Steinbock - wählt starke Adjektive für seine neuesten Veröffentlichungen. Im Interview blickt der Entertainer, der 65 Millionen verkaufte Ton- träger vorweisen kann („Hello again“), auf seine Karriere zurück und nimmt, wie in seinem Buch, kein Blatt vor den Mund. S ein aktuelles Doppelalbum, auf dem Hits In Ihrer Autobiografie, die Sie mit der Journalistin Sabine Eichhorst geschrieben haben, laden Sie die Leser ein, „hinter die Fassade zu schauen, auf den Menschen, der ich wirklich bin“. Das klingt, als ob Sie früher etwas verborgen hätten. Woher kommt diese Offenheit? Howard Carpendale: Ich habe nicht be- wusst etwas verborgen. Es gibt Geschichten, die ich vergessen hatte - und andere, über die ich nicht unbedingt via Social Media reden wollte. Im Gespräch mit Sabine habe ich ge- merkt: Ich sitze jemandem gegenüber, die viel Erfahrung hat und der ich vertrauen kann. Dadurch war ich bereit, über fast alles zu sprechen. Obwohl ich seit 60 Jahren singe, ha- ben viele Menschen kein klares Bild von mir. Das ist imagemäßig manchmal ein Vorteil - man bleibt ein bisschen mysteriös. Aber ich lese auch oft etwas, das ein typisches Bild von einem Sänger zeigt. Und ich behaupte: Ich bin nicht typisch. Sie wollten dieses Bild also korrigieren? Ja, solange ich noch Zeit habe. Es heißt: „Man ist so alt, wie man sich fühlt.“ Wie alt fühlen Sie sich? Wie 55. Ich habe alle bösen Taten abge- zogen (lächelt) und die Tage, die nicht viel gebracht haben. Wenn man rechnet, sind 80 Jahre nur etwas mehr als 4.000 Wochen. Das ist nicht viel. Sie schreiben im Buch ausführlich über Ihre Jugend in Südafrika - über die Gräben zwischen Schwarz und Weiß, Arm und Reich. Verfolgen Sie das Geschehen im Land heute noch? Nicht mehr so sehr. Ich bin, ehrlich ge- sagt, enttäuscht. Solange Nelson Mandela da war, hatte Südafrika die Chance, eine Vorbild- funktion zu übernehmen. Wenn ich Amerika 34 heute sehe, ist Südafrika allerdings in man- chem fortschrittlicher als die USA. Sie haben ein Haus in Florida, leben Sie dort noch zeitweise? Nein. Ich glaube nicht, dass man mich sehr schnell wieder in Amerika sehen wird. Wir sind komplett weggezogen, haben das Haus verkauft. Wenn ich das heute aus der Ferne anschaue: Ich habe kein Bedürfnis, dort überhaupt nur eine Woche zu verbringen. Ich habe gemerkt, wie Amerika sich seit dem 11. September 2001 verändert hat. Dieses „Wir sind das wichtigste Land der Welt“-Gefühl ist stärker geworden - und man könnte damit anders umgehen, als es passiert. In Ihrem Buch sind Sie politischer, als viele es erwarten würden. Und nur wenige wissen, dass Sie Songs wie „Johannesburg“ geschrie- ben haben, der Rassentrennung verurteilt. Bedauern Sie, dass Sie nicht häufiger als ernsthafter Künstler wahrgenommen werden? Das ist der Fluch des Wortes „Schlager“. Ich habe mit Schlagern angefangen, weil es in den Sechzigerjahren kaum etwas an- deres in Deutschland gab. Mit der Zeit habe ich verstanden, dass viele die Schlagermusik für etwas Dümmliches halten. Das hat mich gewundert. Ich hielt Deutschland immer für ein freies Land mit wenig Vorurteilen. Inzwi- schen habe ich leider festgestellt, dass Vorur- teile eines der größten Probleme sind, die wir hier haben. Politische Texte habe ich mein Le- ben lang immer wieder gesungen - nur sind die oft auf Alben „versteckt“. Wenn ein Kons- tantin Wecker mit erhobenem Finger singt, passt das zu ihm. Bei mir würde man das so nicht glauben. Ich muss das mit Emotionen verbinden. Das ist mein Weg, Menschen zu bewegen - Richtung Gänsehaut oder auch Tränen, wenn es sein muss. Sie waren im Frühjahr auf großer Ab- schiedstournee. In der Musikbranche ist der Abschied vom Abschied ein bekanntes Phä- nomen. 2003 waren Sie schon mal weg... Ich habe ein Comeback gehabt - eines! Das war 2007. Aber die Medien verbinden meinen Namen seit Jahren damit. Früher ging man ins Fernsehen, in eines der drei Programme, wenn man eine Botschaft hatte, und das Land sprach darüber. Heute müss- te ich dafür zwanzig Sender abklappern und Social Media bedienen. Das ist mir »
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