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ihr auf EINE KUH MACHT MUH ... Hanna Auer (21) auf der Alm. Zur Vorbereitung hatte sie auf einem Bauernhof in Bayern das Melken gelernt Alle Hände voll z Sie sind Pharmazeutisch-Technische Assistentin und haben unbezahlten Urlaub genommen, um vier Monate lang auf einer Alm im Mordaugebiet im Berchtes- gadener Land zu arbeiten. Inwieweit haben Sie dabei einfacher gelebt als zu Hause? Hanna Auer: Auf der Alm hatten mein Freund und ich nur ein Zimmer, ein kleines Bad und eine einfach ausgestattete Küche. Es gab keinen Fernseher, und In- ternet war nur verfügbar, wenn wir den Anhänger mit der Milch runter zur Alpenstraße zum Milchlaster ge- bracht haben oder wenn wir abends auf unserem Ban- kerl, etwa hundert Meter von der Alm entfernt, geses- sen sind. Dort konnten wir mit Eltern und Freunden Kontakt aufnehmen. Aber je öfter wir dort waren, des- to mehr haben wir nur die Sonnenuntergänge und die Aussicht genossen, gerne mit einer Portion Spaghetti. Wie sah Ihr Alltag auf der Alm aus? Der Tag dauerte von 5 bis 22 Uhr, und abends wa- ren wir todmüde. Ich mochte es vor allem, morgens die Kühe zu melken. Der Gang in den Stall war das High- SELBST GEMACHT Hanna und ihr Freund Bernhard Glasl beim Käsemachen. Mit den Händen zu spüren, was sie geschaffen hat, gefiel dem Berg besonders gut u tun auf der Alm Hanna Auer aus Taufkirchen bei München tauschte den Job in der Apotheke gegen einen Sommer auf der Alm light des Tages! Außerdem haben wir Butter und Käse selbst gemacht und Kuchen für die täglich rund 250 Gäste gebacken. Das waren keine Torten mit aufwendi- ger Verzierung, dafür mit viel Liebe und guten Zutaten. Wie hat sich Ihr Leben durch die Zeit auf der Alm verändert? Man lernt, flexibler zu sein, mit weniger Dingen aus- zukommen und zudem nicht alles für selbstverständ- lich zu nehmen. Außerdem haben wir uns früher nach dem Job auf dem Sofa beim Fernsehschauen entspannt. Das kommt jetzt deutlich seltener vor, weil wir gespürt haben, wie viel wichtiger Begegnungen mit Menschen sind, zum Beispiel wenn wir auf der Alm mit den Nach- barn am Berg zusammensaßen. Könnten Sie sich vorstellen, nach dieser Erfahrung ganz den Beruf zu wechseln? Ich brenne für die Landwirtschaft, das kann man schon sagen, auch wenn ich mich in der Apotheke wohlfühle. Inzwischen habe ich den Traktorführer- schein gemacht. Wer weiß, was noch kommt ... > 39
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