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GESUNDHEIT Staupe beim Hund: So aktuell wie nie Staupe ist eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten beim Hund. Sicheren Schutz vor der hoch ansteckenden und potenzielltödlichen Erkrankung bietet einzig die Impfung. Warum die Viruserkrankung insbesondere für junge Hunde ein hohes Risiko birgt und warum der Impfschutz eine zentrale Rolle im Gesundheitsschutz der Hundepopulation spielt, erklärt Tierärztin Nikola Brander-Kempermann. Was ist Staupe? Staupe ist eine hochansteckende Viruserkrankung, verursacht ® durch das Canine Distemper Virus, das unserem Masernvirus ähnelt. Es befällt neben Hunden auch Hundeartige wie zum Bei- spiel Füchse, Marder oder Waschbären. Wie und wo können sich Hunde mit Staupe infizieren? Die Übertragung erfolgt meist durch Tröpfchenin- & fektion, etwa bei direkten Kontakt mit an Stau- 2 pe erkrankten Artgenossen oder durch den Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Tiere. Ein infiziertes Muttertier kann seine ungebo- 3 renen Welpen bereits durch ihre Plazenta anstecken. In diesem Fall bricht die Erkran- kung aus, sobald die Welpen weniger Anti- körper durch die Muttermilch aufnehmen. Wie akut ist das Infektionsrisiko für ei- © nen ungeimpften Hund? Staupe breitet sich irrsinnigschnell aus. Für einen ungeimpften Hund ist das Infektionsrisiko sehr hoch, da das Virus eine recht lange Überlebens- dauer außerhalb des Tieres hat, vor allem bei kühleren Tem- peraturen. Die Sterberate ist je nach Ausprägung sehr hoch. Für Welpen ist das Virus fast immer tödlich. Zudem hat eine Staupeinfek- tion meist Spätfolgen. Wie ist der Krankheitsverlauf bei einer Staupeinfektion? Staupe hat mehrere Gesichter. Sie beginnt aber in allen Fällen mit ho- hem Fieber und starker Abgeschlagenheit. Das Virus verbreitet sich schnell über die Lyamphbahnen und kann sich sowohl in den Atem- wegen als auch im zentralen Nervensystem, im Magen-Darm-Trakt und in der Haut manifestieren. Im Zentralnervensystem äußert sich die Erkrankung durch starkes Zittern, Krämpfe und Lähmungen, im Magen-Darm-Trakt durch unstillbares Erbrechen und Durchfall, in den Atemwegen durch Husten und Schnupfen, in der Haut durch Blasen und Pusteln. > DAS FUTTERHAUS | SEITE 27 Folos: 0 5.K5.& -stock.adobecom
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