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Aktueller Prospekt Das Futterhaus - Gültig von 01.11 bis 30.11 - Seitenzahl 36

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Prospekt Das Futterhaus 01.11.2025 - 30.11.2025
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Fol: Onadina3 - sockadobecom SEITE 36 | DAS FUTTERHAUS NATURSCHUTZ Die Asiatische Tigermücke ist ein Beispiel für eine invasive Art, die di- rekt uns Menschen betrifft. Sie stammt aus dem asiatisch-pazifischen Raum, hat sich aber durch den weltweiten Waren- und Personenver- kehr inzwischen auch in Deutschland etabliert. Der Klimawandel be- günstigt durch mildere Winter und höhere Sommertemperaturen ihre Überwinterung und Vermehrung. Die auffällig schwarz-weiß gemus- terte Mücke ist sehr anpassungsfähig, sticht auch tagsüber und kann Dengue- oder Chikungunya-Viren übertragen. Bei den Pflanzen ist die Spätblühende Traubenkirsche aus Nordamerika ein gutes Beispiel. Sie breitet sich in unseren Wäldern stark aus und verdrängt andere Arten. Und die Ambrosia, ebenfalls aus Nordamerika, verdrängt nicht nur hei- mische Pflanzen, sondern sorgt mit ihrem Blütenstaub auch noch bei vielen Menschen für starke Allergien. Sind invasive Arten eine Erscheinung unserer Zeit oder schon aus früheren Zeiten bekannt? Invasive Arten sind keine Erscheinung unserer Zeit, es gibt sie schon seit Jahrhunderten. Schon in der Antike und im Mittelalter haben Menschen Tiere und Pflanzen in neue Regionen gebracht, manch- mal bewusst, zum Beispiel als Nutztiere oder Nahrungsmittel, und manchmal unabsichtlich, etwa durch den Handel. Über alte Handels- routen oder während der großen Entdeckungsreisen wurden viele ‚Arten zwischen Kontinenten verschleppt. Ein bekanntes Beispiel ist die Hausratte, die schon im Altertum per Schiff nach Europa kam und im Mittelalter zur Verbreitung der Pest beigetragen hat. Und auch bei Pflanzen gibt es viele Beispiele: Weizen, Mais oder Tomaten haben sich so verbreitet und Landwirtschaft, Ökosysteme und sogar ganze Gesellschaften verändert. Drüsiges Springkraut Was hat sich in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu früher ver- ändert? Vor allem hat sich verändert, wie schnell und wie oft fremde Arten in neue Regionen kommen. Heute reisen viele Arten als blinde Passagie- re per Schiff oder Flugzeug unbemerkt um die Welt und überwinden dabei natürliche Grenzen wie Ozeane oder Gebirge. Dazu kommt der Klimawandel. Arten, die früher hier gar nicht überleben konnten, finden jetzt gute Bedingungen vor. Gleichzeitig sind viele Ökosysteme durch menschliche Eingriffe geschwächt und das macht es invasiven Arten leichter, sich auszubreiten Wie ist der Umgang mit invasiven Arten in Deutschland geregelt? In Deutschland regelt vor allem das Bundesnaturschutzgesetz den Um- gang mit invasiven Arten. Darin steht, dass der Schutz der biologischen Vielfalt von großer Bedeutung ist und es verboten ist, solche Arten absichtlich freizulassen. In der Praxis arbeiten Umweltbehörden, Na- turschutzorganisationen und Wissenschaft eng zusammen. Sie versu- chen, invasive Arten zu kontrollieren, zum Beispiel indem sie Pflanzen entfernen, Tiere managen oder Menschen über die Gefahren invasiver ‚Arten aufklären. Aber der Umgang mit invasiven Arten bleibt eine große Herausforderung, und die Ausbreitung unerwünschter Tier- und Pflan- zenarten wird sich nicht völlig verhindern lassen. Welche wirtschaftlichen Schäden sind auf invasive Arten zurück- zuführen? Invasive Arten können große wirtschaftliche Schäden verursachen, vor allem in der Land- und Forstwirtschaft. In Deutschland sind es etwa zehn Prozent der gebietsfremden Arten, die erhebliche ökologi- sche und wirtschaftliche Probleme verursachen. Sie reduzieren zum Beispiel die Ernteerträge, schädigen Bäume und beeinträchtigen die Qualität von landwirtschaftlichen Produkten. Manche übertragen auch Krankheiten oder lösen beim Menschen Allergien aus — dies führt zu zusätzlichen Gesundheitskosten. Ein Beispiel für eine invasive Art, die hohe wirtschaftliche Schäden verursacht, ist die Kirschessigfliege. Sie stammt aus Asien, wurde 2011 erstmals in Süddeutschland nachgewiesen und hat sich inzwischen in ‚ganz Deutschland verbreitet. Anders als heimische Fruchtfliegen befällt sie gesunde, reifende Früchte wie Kirschen, Beeren, Pflaumen oder Pfirsiche und verursacht dadurch erhebliche wirtschaftliche Schäden. Weil sie ein hohes Vermehrungspotenzial hat und der Befall kurz vor der Ernte erfolgt, ist ihre Bekämpfung besonders schwierig. > Asiatische Tigermücke Foto: © HuwPenson- stockadabecom

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Fol: Onadina3 - sockadobecom SEITE 36 | DAS FUTTERHAUS NATURSCHUTZ Die Asiatische Tigermücke ist ein Beispiel für eine invasive Art, die di- rekt uns Menschen betrifft. Sie stammt aus dem asiatisch-pazifischen Raum, hat sich aber durch den weltweiten Waren- und Personenver- kehr inzwischen auch in Deutschland etabliert. Der Klimawandel be- günstigt durch mildere Winter und höhere Sommertemperaturen ihre Überwinterung und Vermehrung. Die auffällig schwarz-weiß gemus- terte Mücke ist sehr anpassungsfähig, sticht auch tagsüber und kann Dengue- oder Chikungunya-Viren übertragen. Bei den Pflanzen ist die Spätblühende Traubenkirsche aus Nordamerika ein gutes Beispiel. Sie breitet sich in unseren Wäldern stark aus und verdrängt andere Arten. Und die Ambrosia, ebenfalls aus Nordamerika, verdrängt nicht nur hei- mische Pflanzen, sondern sorgt mit ihrem Blütenstaub auch noch bei vielen Menschen für starke Allergien. Sind invasive Arten eine Erscheinung unserer Zeit oder schon aus früheren Zeiten bekannt? Invasive Arten sind keine Erscheinung unserer Zeit, es gibt sie schon seit Jahrhunderten. Schon in der Antike und im Mittelalter haben Menschen Tiere und Pflanzen in neue Regionen gebracht, manch- mal bewusst, zum Beispiel als Nutztiere oder Nahrungsmittel, und manchmal unabsichtlich, etwa durch den Handel. Über alte Handels- routen oder während der großen Entdeckungsreisen wurden viele ‚Arten zwischen Kontinenten verschleppt. Ein bekanntes Beispiel ist die Hausratte, die schon im Altertum per Schiff nach Europa kam und im Mittelalter zur Verbreitung der Pest beigetragen hat. Und auch bei Pflanzen gibt es viele Beispiele: Weizen, Mais oder Tomaten haben sich so verbreitet und Landwirtschaft, Ökosysteme und sogar ganze Gesellschaften verändert. Drüsiges Springkraut Was hat sich in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu früher ver- ändert? Vor allem hat sich verändert, wie schnell und wie oft fremde Arten in neue Regionen kommen. Heute reisen viele Arten als blinde Passagie- re per Schiff oder Flugzeug unbemerkt um die Welt und überwinden dabei natürliche Grenzen wie Ozeane oder Gebirge. Dazu kommt der Klimawandel. Arten, die früher hier gar nicht überleben konnten, finden jetzt gute Bedingungen vor. Gleichzeitig sind viele Ökosysteme durch menschliche Eingriffe geschwächt und das macht es invasiven Arten leichter, sich auszubreiten Wie ist der Umgang mit invasiven Arten in Deutschland geregelt? In Deutschland regelt vor allem das Bundesnaturschutzgesetz den Um- gang mit invasiven Arten. Darin steht, dass der Schutz der biologischen Vielfalt von großer Bedeutung ist und es verboten ist, solche Arten absichtlich freizulassen. In der Praxis arbeiten Umweltbehörden, Na- turschutzorganisationen und Wissenschaft eng zusammen. Sie versu- chen, invasive Arten zu kontrollieren, zum Beispiel indem sie Pflanzen entfernen, Tiere managen oder Menschen über die Gefahren invasiver ‚Arten aufklären. Aber der Umgang mit invasiven Arten bleibt eine große Herausforderung, und die Ausbreitung unerwünschter Tier- und Pflan- zenarten wird sich nicht völlig verhindern lassen. Welche wirtschaftlichen Schäden sind auf invasive Arten zurück- zuführen? Invasive Arten können große wirtschaftliche Schäden verursachen, vor allem in der Land- und Forstwirtschaft. In Deutschland sind es etwa zehn Prozent der gebietsfremden Arten, die erhebliche ökologi- sche und wirtschaftliche Probleme verursachen. Sie reduzieren zum Beispiel die Ernteerträge, schädigen Bäume und beeinträchtigen die Qualität von landwirtschaftlichen Produkten. Manche übertragen auch Krankheiten oder lösen beim Menschen Allergien aus — dies führt zu zusätzlichen Gesundheitskosten. Ein Beispiel für eine invasive Art, die hohe wirtschaftliche Schäden verursacht, ist die Kirschessigfliege. Sie stammt aus Asien, wurde 2011 erstmals in Süddeutschland nachgewiesen und hat sich inzwischen in ‚ganz Deutschland verbreitet. Anders als heimische Fruchtfliegen befällt sie gesunde, reifende Früchte wie Kirschen, Beeren, Pflaumen oder Pfirsiche und verursacht dadurch erhebliche wirtschaftliche Schäden. Weil sie ein hohes Vermehrungspotenzial hat und der Befall kurz vor der Ernte erfolgt, ist ihre Bekämpfung besonders schwierig. > Asiatische Tigermücke Foto: © HuwPenson- stockadabecom
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