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Immer mehr Hunde und Katzen reagieren mit einer Immunantwort auf verschie- denste Umweltstoffe. Dabei können all- ergische Reaktionen die Haut, die Atem- wege oder die Schleimhäute betreffen. Herauszufinden, welche Allergene dem Vierbeiner das Leben schwer machen, ist nicht einfach, weiß Tierärztin Nikola Brandner-Kempermann Das Wort „Allergie“ bedeutet wörtlich übersetzt: „Eine an- dere Tätigkeit“. Das körpereigene Immunsystem identifiziert von Natur aus harmlose Stoffe plötzlich als Bedrohung - als Allergen. Plötzlich bedeutet, dass eine Allergie zu jedem Zeitpunkt im Leben eines Tieres auftreten kann. Der Körper beginnt sich gegen die vermeintliche Gefahr mit einer über- schießenden Reaktion zu wehren. Diese kann sich in Juck- reiz, Hautentzündungen, Atembeschwerden oder Magen- und Darm-Symptomen äußern. Je öfter der Körper einem Allergen ausgesetzt ist, auf das es reagiert, desto stärker wird seine Reaktion. Eine Neigung zu Allergien ist durchaus genetisch bedingt. Bei verschiedenen Hunde- und Katzenrassen treten sie gehäuft auf. Sind Elterntiere bereits Allergiker, ist die Wahrscheinlich- keit hoch, dass ihre Nachkommen auch eine Prädisposition haben. Zwingend Allergiker werden sie jedoch nicht. Ent- scheidend für das Entstehen einer tatsächlichen Allergie sind die Umwelteinflüsse. Ungefähr jeder fünfte Hund und sechs Prozent aller Katzen leiden an Allergien. Am bekanntesten dürfte die Flohbissallergie sein. Ein einziger Flohbiss kann bereits ausreichen, um eine überschießende Reaktion auszulösen. Mit am häufigsten und auch weiterhin stark ansteigend, ist die Zahl der Futtermittelallergien. Auch Umweltallergien, allergische Reaktionen auf Pollen, Staub oder Duftstoffe, treten immer öfter auf. Was man zudem im- mer im Hinterkopf behalten sollte: In Haushalten, in denen stark geraucht wird, reagieren auch Tiere häufig mit Atem- wegssymptomen wie etwa Asthma. PURES VERWÖHNEN LEICHT GEMACHT Die Flohbissallergie äußert sich in Juckreiz und Hautläsionen k am gesamten Körper. Futtermittelallergien zeigen sich beim Hund oft durch ein- oder beidseitige Ohrentzündungen mit acks DAS FUTTERHAUS | SEITE 27
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