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Aktueller Prospekt Das Futterhaus - Gültig von 01.03 bis 31.03 - Seitenzahl 7

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Prospekt Das Futterhaus 01.03.2026 - 31.03.2026
Prospekt Lidl - Aktionsprospekt 8 Jun, 2026 - 13 Jun, 2026
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Prospekt Woolworth - Woolworth – Entdecke aktuellste Woolworth Wochenprospekte 29 Mai, 2026 - 6 Jun, 2026
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Prospekt Lidl - Aktionsprospekt 1 Jun, 2026 - 6 Jun, 2026
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Prospekt Lidl - Mai/Juni Reise-Highlights 12 Mai, 2026 - 15 Jun, 2026
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12 Mai, 2026 - 15 Jun, 2026
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Friedhof Olsdorf OASE IN DER GROSSSTADT Zu Kaiserzeiten abseits der großen Hansestadt eröffnet, liegt der Ohlsdorfer Friedhof heute im Herzen von Hamburg. Das jahrhundertelang gewachsene Biotop ist nicht nur Frischluftlieferant für die Metropole an der Elbe, sondern auch einzigartiger Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen. Im städtischen Raum zählt er zu den Hotspots der heimischen Biodiversität. Mit dem Projekt „Ohlsdorf 2050“ hat die Behörde für Umwelt und Energie zusammen mit den Hamburger Friedhöfen eine zukunftsweisende Nachhaltigkeits- und Entwicklungsstrategie mit Vorbildcharakter entwickelt. Fotos: Magdalena Stockschlader, www.hundertblicke.eu it fast 400 Hektar Fläche ist der Ohlsdorfer Friedhof der größte Parkfriedhof der Welt. Seit seiner Eröffnung 1877 wurden hier über 1,4 Millionen Menschen beigesetzt, darunter zahlreiche pro- minente Einwohner Hamburgs. Der Ort, an dem Hans Albers, Loki und Helmut Schmidt, Heinz Erhardt und Jan Fedder ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, ist im verdichteten Stadtraum Hamburg ein bedeut- samer, klimatischer Entlastungsraum. Seine einmalige Größe, seine vielfältigen Naturräume und seine Ruhe inmitten der kabbeligen Stadt machen ihn zu einem wichtigen Reservoir für biologische Vielfalt. Durch Wiesen, alte Bäume, Hecken und kleine Gewässer bietet das Gartendenkmal einen Rückzugsraum für Insekten, Vögel, Amphibien und kleine Säugetiere. Dachse, Füchse, Eisvögel, Fledermäuse, Rehe, Gänse, Uhus ... Die Liste seiner tierischen Bewohner ist ebenso lang wie vielfältig. „Einzig die Schildkröten, die seit Jahren im Prökelmoor- teich zuhause sind, haben ihren Weg nicht auf natürliche Weise hierher gefunden“, lacht Dr. Hedda Scherres, zuständig für die Öffentlichkeits- arbeit der Hamburger Friedhöfe. Seit über 15 Jahren befindet sich ihre Arbeitsstelle auf Hamburgs berühmtem Friedhof. Es hat ein wenig ge- dauert, bis sich die Kulturwissenschaftlerin auf dem weitläufigen Gelände zurechtfand. Heute kennt sie die Anlage wie ihre Westentasche, weiß, in welchen Türmen und Mauso- leen die Fledermäuse abhängen, welche Route das Damwild bevorzugt und auf welchem Grabstein das erste Uhupärchen des Friedhofs seinen Nachwuchs aufzog. Foto Vaclav-stockadobe.com „400 Hektar sind rund 560 Fußballfelder“ verdeutlicht Marc Templin die Größe des Parkfriedhofs. Der studierte Landschaftsarchitekt ist einer der Hauptverantwortlichen bei der strategischen Flächenentwicklung. „Wir müssen heute schon darüber nachdenken, was morgen sein soll. Denn auch Friedhöfe bleiben vom Wandel der Zeit nicht unberührt: Menschen nutzen sie nicht allein als Orte der Trauer, sondern zuneh- mend auchfür Erholung und Freizeit.“ Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeige, dass immer weniger Flächen und Kapellen für Bestattungen benötigt werden. Gründe dafür seien die demografische Entwicklung und die Individualisierung der Gesellschaft. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Bestattungskultur stark verändert: Immer mehr Menschen werden in einer Urne statt in einem Sarg beerdigt. Beisetzungen außer- halb von Friedhöfen, etwa auf See, nehmen zu, während die Zahl der Großfamilien abnimmt. „Heute können Teile des Friedhofs anders ge- nutzt werden. Wir füllen diese Flächen und Räume mit Leben.“ Das Gesamtprojekt der Nachhaltigkeitsstrategie Ohlsdorf 2050 wird im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktor- sicherheit gefördert. Aber auch Naturschutzorganisationen wie die Deutsche Wildtierstiftung und der NABU sitzen mit am Tisch, wenn es darum geht, den Wandel des Friedhofs zu gestalten. Der Entwick- lungsplan sieht vor, die Bestattungspraxis auf 120 bis 140 Hektar von 389 Hektar fortzuführen. Auf der restlichen Fläche soll eine klassische Parknutzung etabliert werden. Gezielte Gartendenkmalpflege und nachhaltiges Regenwassermanagement sollen künftig maßgeblich DAS FUTTERHAUS | SEITE7

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Friedhof Olsdorf OASE IN DER GROSSSTADT Zu Kaiserzeiten abseits der großen Hansestadt eröffnet, liegt der Ohlsdorfer Friedhof heute im Herzen von Hamburg. Das jahrhundertelang gewachsene Biotop ist nicht nur Frischluftlieferant für die Metropole an der Elbe, sondern auch einzigartiger Rückzugsraum für Tiere und Pflanzen. Im städtischen Raum zählt er zu den Hotspots der heimischen Biodiversität. Mit dem Projekt „Ohlsdorf 2050“ hat die Behörde für Umwelt und Energie zusammen mit den Hamburger Friedhöfen eine zukunftsweisende Nachhaltigkeits- und Entwicklungsstrategie mit Vorbildcharakter entwickelt. Fotos: Magdalena Stockschlader, www.hundertblicke.eu it fast 400 Hektar Fläche ist der Ohlsdorfer Friedhof der größte Parkfriedhof der Welt. Seit seiner Eröffnung 1877 wurden hier über 1,4 Millionen Menschen beigesetzt, darunter zahlreiche pro- minente Einwohner Hamburgs. Der Ort, an dem Hans Albers, Loki und Helmut Schmidt, Heinz Erhardt und Jan Fedder ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, ist im verdichteten Stadtraum Hamburg ein bedeut- samer, klimatischer Entlastungsraum. Seine einmalige Größe, seine vielfältigen Naturräume und seine Ruhe inmitten der kabbeligen Stadt machen ihn zu einem wichtigen Reservoir für biologische Vielfalt. Durch Wiesen, alte Bäume, Hecken und kleine Gewässer bietet das Gartendenkmal einen Rückzugsraum für Insekten, Vögel, Amphibien und kleine Säugetiere. Dachse, Füchse, Eisvögel, Fledermäuse, Rehe, Gänse, Uhus ... Die Liste seiner tierischen Bewohner ist ebenso lang wie vielfältig. „Einzig die Schildkröten, die seit Jahren im Prökelmoor- teich zuhause sind, haben ihren Weg nicht auf natürliche Weise hierher gefunden“, lacht Dr. Hedda Scherres, zuständig für die Öffentlichkeits- arbeit der Hamburger Friedhöfe. Seit über 15 Jahren befindet sich ihre Arbeitsstelle auf Hamburgs berühmtem Friedhof. Es hat ein wenig ge- dauert, bis sich die Kulturwissenschaftlerin auf dem weitläufigen Gelände zurechtfand. Heute kennt sie die Anlage wie ihre Westentasche, weiß, in welchen Türmen und Mauso- leen die Fledermäuse abhängen, welche Route das Damwild bevorzugt und auf welchem Grabstein das erste Uhupärchen des Friedhofs seinen Nachwuchs aufzog. Foto Vaclav-stockadobe.com „400 Hektar sind rund 560 Fußballfelder“ verdeutlicht Marc Templin die Größe des Parkfriedhofs. Der studierte Landschaftsarchitekt ist einer der Hauptverantwortlichen bei der strategischen Flächenentwicklung. „Wir müssen heute schon darüber nachdenken, was morgen sein soll. Denn auch Friedhöfe bleiben vom Wandel der Zeit nicht unberührt: Menschen nutzen sie nicht allein als Orte der Trauer, sondern zuneh- mend auchfür Erholung und Freizeit.“ Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeige, dass immer weniger Flächen und Kapellen für Bestattungen benötigt werden. Gründe dafür seien die demografische Entwicklung und die Individualisierung der Gesellschaft. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Bestattungskultur stark verändert: Immer mehr Menschen werden in einer Urne statt in einem Sarg beerdigt. Beisetzungen außer- halb von Friedhöfen, etwa auf See, nehmen zu, während die Zahl der Großfamilien abnimmt. „Heute können Teile des Friedhofs anders ge- nutzt werden. Wir füllen diese Flächen und Räume mit Leben.“ Das Gesamtprojekt der Nachhaltigkeitsstrategie Ohlsdorf 2050 wird im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktor- sicherheit gefördert. Aber auch Naturschutzorganisationen wie die Deutsche Wildtierstiftung und der NABU sitzen mit am Tisch, wenn es darum geht, den Wandel des Friedhofs zu gestalten. Der Entwick- lungsplan sieht vor, die Bestattungspraxis auf 120 bis 140 Hektar von 389 Hektar fortzuführen. Auf der restlichen Fläche soll eine klassische Parknutzung etabliert werden. Gezielte Gartendenkmalpflege und nachhaltiges Regenwassermanagement sollen künftig maßgeblich DAS FUTTERHAUS | SEITE7
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