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Aktueller Prospekt Das Futterhaus - Gültig von 01.04 bis 30.04 - Seitenzahl 38

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Prospekt Das Futterhaus 01.04.2026 - 30.04.2026
Prospekt Thomas Philipps - Aktuelle Angebote ab 01.06.2026 1 Jun, 2026 - 6 Jun, 2026
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Prospekt Woolworth - Woolworth – Entdecke aktuellste Woolworth Wochenprospekte 29 Mai, 2026 - 6 Jun, 2026
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Prospekt Lidl - Mai/Juni Reise-Highlights 12 Mai, 2026 - 15 Jun, 2026
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Prospekt Lidl - Aktionsprospekt 1 Jun, 2026 - 6 Jun, 2026
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NATURSCHUTZ Welche Bedeutung hat der Rothirsch für das ökologische Gleichge- wicht im Wald? Viele Wälder in Deutschland sind nicht naturnah, sondern Aufforstungen einzelner Baumarten. Durch das Verbeißen von Trieben oder das Schä- len von Baumrinde schafft der Rothirsch offene Stellen. An diesen steigt die Artenvielfalt, da Kräuter und Sträucher wachsen können, die ver- schiedenen Insektenarten einen Lebensraum bieten. Außerdem verbrei- ten Rothirsche in ihrem Fell oder durch ihren Kot Pflanzensamen und ihr Dung ist Lebensraum für Kleinlebewesen. Tote Hirsche dienen etlichen ‚Aasfressern als überlebenswichtige Nahrung. Der Rothirsch fördert also auf vielerlei Weise die Artenvielfalt in naturfernen Forstflächen. Was ist aktuell die größte Bedrohung für den Rothirsch? Die größte Bedrohung ist die Zerschneidung der Landschaft und die aktuellen jagdrechtlichen Vorgaben. Beide verhindern, dass Rothirsche den Lebensraum nutzen können, den sie bevorzugen, und sich vernet- zen können. Bleibt es dabei, ist der Rothirsch bald lokal ein Fall für eine der Gefährdungskategorien der Roten Liste. Darüber hinaus sieht sich der Rothirsch weiteren Gefahren ausgesetzt, zum Beispiel durch den eingeschleppten Amerikanischen Riesenleberegel, der befallene Tiere schwächen oder sogar töten kann. Welche Rolle spielt der Mensch? Der Rothirsch wird gern als König der Wälder bezeichnet. Doch im Wald will er gar nicht leben. Er bevorzugt die halboffene Landschaft und frisst ‚gern Gras. Rothirsche und Hirschkühe meiden aber Menschen, weil sie gelernt haben, dass diese Gefahr und Unruhe bedeuten. Indem der Menschin der Offenlandschaft ständig präsent ist, hat er die Tierartinden schützenden Wald gedrängt und ihr so das Leben schwer gemacht. Was passiert, wenn sich an der aktuellen Situation nichts ändert? ‚Wenn wir nicht gegensteuern, verlieren wir auf lange Sicht auch noch den letzten großen Pflanzenfresser in Mitteleuropa. Es ist wichtig, dass wir nicht nur bestehende Populationen erhalten, sondern auch neue Lebensräume schaffen. Welche Maßnahme würde dem Rothirsch am schnellsten helfen? Am schnellsten ließen sich Änderungen der Jagdgesetzerealisieren. Wir müssen die übergroßen rotwildfreien Gebiete genauso abschaffen wie SEITE38 | DAS FUTTERHAUS tierschutzwidrige, lange Jagdzeiten. Etwas länger dauert sicherlich die Nachrüstung von Wildquerungshilfen bei Autobahnen und anderen li- nearen Barrieren. Gibt es erfolgreiche Beispiele, die Hoffnung machen? Rothirsche nutzen relativ schnell neu errichtete Grünbrücken. Sie reagie- ren unmittelbar auf Gebiete oder Zeiten mit Jagdruhe. Dann kann man sie tagsüber auf der Offenfläche beobachten. Das merken wir auch auf un- seren eigenen Flächen: Dort, wo wir den Tieren nicht nachstellen, kom- men sie zusammen und sind auch am Tag aktiv. Ein herrlicher Anblick! Warum sollte uns der Schutz des Rothirsches wichtig sein? Wir müssen das Artensterben stoppen, weil wir als Menschen von ge- sunden und artenreichen Ökosystemen abhängig sind. Darüber hinaus gibt es auch rechtliche Verpflichtungen für den Erhalt des Rothirschs, zum Beispiel über die Berner Konvention. Für mich als Wildtierbiologie ist der Rothirsch eine Zeigerart, die uns vor Augen führt, wie gut oder schlecht wir Lebensraum für Wildtiere erhalten. Geht es dem Rothirsch gut, dann können wir davon ausgehen, dass auch viele andere Arten bei uns eine Heimat haben oder finden. Die Deutsche Wildtier Stiftung wird dem Rothirschinsbesondere in diesem Jahr, indem erdas Tier des Jahres ist, eine Stimme geben. Prof. Dr. Klaus Hackländer ist renommierter Wildtierbiologe und einer der führenden Experten für Wildtierökologie, Artenschutz und AUDI Eee gg ange sr pl la ee ul N ce Ton STE EEE LE ee et ae eeette} Jagdwirtschaft an der BOKU University Wien inne. Sein Wissen bringt er in Forschung und Lehre ein und berät Politik und Verwaltung

Aktuelle Prospekte und Angebote

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NATURSCHUTZ Welche Bedeutung hat der Rothirsch für das ökologische Gleichge- wicht im Wald? Viele Wälder in Deutschland sind nicht naturnah, sondern Aufforstungen einzelner Baumarten. Durch das Verbeißen von Trieben oder das Schä- len von Baumrinde schafft der Rothirsch offene Stellen. An diesen steigt die Artenvielfalt, da Kräuter und Sträucher wachsen können, die ver- schiedenen Insektenarten einen Lebensraum bieten. Außerdem verbrei- ten Rothirsche in ihrem Fell oder durch ihren Kot Pflanzensamen und ihr Dung ist Lebensraum für Kleinlebewesen. Tote Hirsche dienen etlichen ‚Aasfressern als überlebenswichtige Nahrung. Der Rothirsch fördert also auf vielerlei Weise die Artenvielfalt in naturfernen Forstflächen. Was ist aktuell die größte Bedrohung für den Rothirsch? Die größte Bedrohung ist die Zerschneidung der Landschaft und die aktuellen jagdrechtlichen Vorgaben. Beide verhindern, dass Rothirsche den Lebensraum nutzen können, den sie bevorzugen, und sich vernet- zen können. Bleibt es dabei, ist der Rothirsch bald lokal ein Fall für eine der Gefährdungskategorien der Roten Liste. Darüber hinaus sieht sich der Rothirsch weiteren Gefahren ausgesetzt, zum Beispiel durch den eingeschleppten Amerikanischen Riesenleberegel, der befallene Tiere schwächen oder sogar töten kann. Welche Rolle spielt der Mensch? Der Rothirsch wird gern als König der Wälder bezeichnet. Doch im Wald will er gar nicht leben. Er bevorzugt die halboffene Landschaft und frisst ‚gern Gras. Rothirsche und Hirschkühe meiden aber Menschen, weil sie gelernt haben, dass diese Gefahr und Unruhe bedeuten. Indem der Menschin der Offenlandschaft ständig präsent ist, hat er die Tierartinden schützenden Wald gedrängt und ihr so das Leben schwer gemacht. Was passiert, wenn sich an der aktuellen Situation nichts ändert? ‚Wenn wir nicht gegensteuern, verlieren wir auf lange Sicht auch noch den letzten großen Pflanzenfresser in Mitteleuropa. Es ist wichtig, dass wir nicht nur bestehende Populationen erhalten, sondern auch neue Lebensräume schaffen. Welche Maßnahme würde dem Rothirsch am schnellsten helfen? Am schnellsten ließen sich Änderungen der Jagdgesetzerealisieren. Wir müssen die übergroßen rotwildfreien Gebiete genauso abschaffen wie SEITE38 | DAS FUTTERHAUS tierschutzwidrige, lange Jagdzeiten. Etwas länger dauert sicherlich die Nachrüstung von Wildquerungshilfen bei Autobahnen und anderen li- nearen Barrieren. Gibt es erfolgreiche Beispiele, die Hoffnung machen? Rothirsche nutzen relativ schnell neu errichtete Grünbrücken. Sie reagie- ren unmittelbar auf Gebiete oder Zeiten mit Jagdruhe. Dann kann man sie tagsüber auf der Offenfläche beobachten. Das merken wir auch auf un- seren eigenen Flächen: Dort, wo wir den Tieren nicht nachstellen, kom- men sie zusammen und sind auch am Tag aktiv. Ein herrlicher Anblick! Warum sollte uns der Schutz des Rothirsches wichtig sein? Wir müssen das Artensterben stoppen, weil wir als Menschen von ge- sunden und artenreichen Ökosystemen abhängig sind. Darüber hinaus gibt es auch rechtliche Verpflichtungen für den Erhalt des Rothirschs, zum Beispiel über die Berner Konvention. Für mich als Wildtierbiologie ist der Rothirsch eine Zeigerart, die uns vor Augen führt, wie gut oder schlecht wir Lebensraum für Wildtiere erhalten. Geht es dem Rothirsch gut, dann können wir davon ausgehen, dass auch viele andere Arten bei uns eine Heimat haben oder finden. Die Deutsche Wildtier Stiftung wird dem Rothirschinsbesondere in diesem Jahr, indem erdas Tier des Jahres ist, eine Stimme geben. Prof. Dr. Klaus Hackländer ist renommierter Wildtierbiologe und einer der führenden Experten für Wildtierökologie, Artenschutz und AUDI Eee gg ange sr pl la ee ul N ce Ton STE EEE LE ee et ae eeette} Jagdwirtschaft an der BOKU University Wien inne. Sein Wissen bringt er in Forschung und Lehre ein und berät Politik und Verwaltung
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