Produkte im Prospekt
ie ein lang gezogener Teppich aus zartem Grün scheinen sich die Salat- und Gemüsebeete hinzu- ziehen, am azurblauen Horizont thront der Monte Tifata über der Ebene. Enrico Amico (»Amico« bedeutet zu Deutsch Freund) zieht einen Fenchel aus der lockeren schwarzbrau- nen Erde heraus — dickbäuchig, weiß, tadellos. Mit einem kurzen, entschiedenen Hieb trennt er die Wurzel ab und kürzt mit zwei weiteren Schnitten den Großteil des Fenchelgrüns ein. Er zerteilt ihn und gibt uns ein Stück zum Verkosten. Die Anisnote ist frisch und kräftig mit einem leicht süßlichen Charakter. Wir, ein Team von Alnatura, sind zu Besuch bei Enrico Amico, dem Gründer des biodyna- mischen Agrarbetriebes Amico Bio, und kos- ten direkt auf dem Feld den frischen Fenchel. Enrico Amico, der das Projekt vor 30 Jahren begann, ist seit fünf Jahren Partner von Alnatura. Der Betrieb versorgt die Alnatura Super Natur Märkte vor allem in der Winter- BESUCH BEI AMICO BIO v we R u. Linkes Bild: Andre Wagner (rechts) von Alnatura besucht regelmäßig Enrico ‚Amico, Gründer des Demeter-Hofes. 7 s a er saison vier- bis fünfmal wöchentlich mit fri- schen Salaten und Gemüse. Vor den Toren von Neapel liegt Santa Maria Capua Vetere, eine geschichtsträchtige Stadt in der Provinz Caserta und Teil der Region Kampanien. Das Klima ist perfekt, um Felder ganzjährig zu bestellen. Schon vor der Römerzeit war die »campania felix« (glückliches Land) für ihre fruchtbare Ebe- ne bekannt, umringt von majestätischen Ber- gen, darunter auch der weithin sichtbare Vesuv. Schon Johann Wolfgang von Goethe schwärmte 1787 auf seiner Italienreise: »Die Reste des alten Capua ... hab’ ich nun besucht. In dieser Gegend lernt man erst verstehen, was Vegetation ist und warum man den Acker bebaut. Der Lein ist schon nah am Blühen und der Weizen anderthalb Spannen hoch Um Caserta das Land völlig eben, die Acker so gleich und klar gearbeitet wie Gartenbeete, eine ganz einzig liebliche und fruchtbare Gegend... Hierzulande begreift man erst, wie es dem Menschen einfallen konnte, das Feld zu bebauen, hier, wo der Acker alles bringt und wo man drei bis fünf Ernten hoffen kann.« Schon Goethe schwärmte von diesem fruchtbaren Landstrich. Am Horizont thront der über 600 Meter hohe heilige Berg Tifata, gewidmet der Jagd- göttin Diana und der Göttin der Frucht- barkeit Demeter. Alnatura Magazin Januar 2026 31
| Name | Details |
|---|