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ZU BESUCH BEI AMICO Enrico Amico 60 Rinder der Rasse Marchigiana. Halbwilde Fleischrinder, die das ganze Jahr auf 15 Hektar Weide stehen. Gemeinsam mit seiner Frau Marcella und seiner Familie hat Enrico Amico einen 360-Grad-Demeter-Hof aufge- baut, mit Kühen und Schweinen, dank derer der Kompost reifen kann, um dann wieder in die Beete eingearbeitet zu werden. »Der Anfang von allem steckt im Kompost«, erklärt Enrico Amico und schwärmt von dem lebendi- gen, fruchtbaren Boden - Anfang und Ende des natürlichen Kreislaufs. »Das erlaubt uns, weiter die Zukunft unseres biodynamischen Agrarbetriebes frei zu gestalten. Für schmack- hafte Lebensmittel. Darauf kommt es an.« kk Enrico Amico erklärt den biodynami- schen Kreislauf auf seinem Hof. 400 Schweine der Rasse Casertana las- sen esssich gut gehen UPUEESEg Auslauf bei Ai l o »Keine Tiere? Da fehlt was, sagte mir mein Gefühl.« Enrico Amico, Gründer von Amico Bio, wurde zweimal in Folge zum Präsidenten des Demeter-Verbandes Italiens gewählt. Wir möchten wissen, was ihn antreibt. Herr Amico, seit 20 Jahren betreiben Sie biodynamische Landwirtschaft. Warum? »Einer meiner Professoren an der Uni war Anthroposoph und er machte mich neugierig. Schritt für Schritt habe ich mich zehn Jahre lang der biodynamischen Landwirtschaft angenähert. Seit 20 Jahren sind wir nun ein Demeter-Agrar- betrieb.« Wofür stehen Sie als Präsident des Demeter-Verbandes Italien? »Meine Vision ist der freie, selbstständige Land- wirt. In unserem Vorstand war irgendwann kein einziger Landwirt, keine Landwirtin mehr. Jetzt müssen acht von neun Mitgliedern Bäuerinnen oder Bauern sein. Statt uns regelmäßig an un- serem Sitz in Parma zu treffen, besuchen wir Landwirtinnen und Landwirte in ganz Italien und hören zu, was sie bewegt. Und auf vielen Demeter-Höfen gab es irgendwann keine Tiere mehr. Da fehlt was, sagte mir mein Gefühl. Tiere sind ein fundamentaler Bestandteil bio- dynamischer Landwirtschaft. Unser neues Statut verpflichtet alle Demeter-Höfe, Tiere zu halten, mit Ausnahme kleiner Betriebe.« Warum sind Ihnen Tiere so wichtig? »Erst im gemeinsamen Miteinander von Mensch und Tier verbinden wir uns mit der Natur. Bei der Kompostierung können Tiere uns unterstüt- zen, lebendige und gesunde Erde aufzubauen - damit zum Beispiel Salat oder Fenchel kräftig und gesund wachsen können.« Wofür steht für Sie die Partnerschaft mit Alnatura? »Respekt und Vertrauen, auf Augenhöhe. So können wir langfristig planen. Mit dem Alnatura Obst-und-Gemüse-Team um Andre Wagner und Christian Weinheimer verbindet uns eine echte Partnerschaft.« Alnatura Magazin Januar 2026 w u
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