Produkte im Prospekt
»Mir persönlich ist wichtig, schaft: Wie lassen sich Neben- produkte besser nutzen? Oder Verpackungen einsparen? Da können wir Kontakte knüpfen und voneinander lernen. Wir möchten einen maßgeblichen Beitrag zu zukunftsfähiger Er- nährung leisten.« Was bedeutet Regionalität bei Taifun? »Tofu wird ja aus Sojabohnen hergestellt; sie machen den Großteil unserer Rohwaren aus. Wir beziehen sie nur aus Deutschland, Österreich und Frankreich von rund 150 festen Vertrags-Landwirtinnen und -wirten, die wir teilweise schon seit Jahrzehnten kennen. Wir haben eine eigene Abteilung, die sich dezidiert um das Thema Soja und Sojaanbau kümmert. Sie hat gemeinsam mit der Universität Hohenheim (Stuttgart) be- reits drei neue Sorten entwickelt, die für den regionalen Anbau geeignet sind.« Welche konkreten Projekte setzen Sie aktuell um? »Bei der Tofu-Herstellung fallen als Nebenprodukte Molke und Okara an. Letzteres ist der feste Bestandteil der Soja- bohne, also Pflanzenfasern. Unser Forschungs- und Ent- wicklungsteam arbeitet an Ideen, wie wir es künftig besser nutzen könnten. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft wäre es gut, wenn man die ganze Sojabohne nutzen könnte. Mit dem Blühpflanzenprojekt haben wir einen Versuch mit Landwirtinnen und -wirten gestartet. Sojapflanzen werden eigentlich in Monokulturreihen gepflanzt und ver- sorgen den Boden selbst mit Stickstoff, also Dünger, was an sich toll ist, aber nicht zur Biodiversität beiträgt. So kam dass eine Nachhaltigkeitsstrategie nicht nur ein Imagefaktor ist, sondern ein fester Bestandteil im Unternehmensalltag.« Julia Falterer, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Taifun uns die Idee, Blühpflanzen in den Zwischenreihen zu säen. Dies soll für mehr Vielfalt sor- gen und zusätzlich Erosion vor- beugen. Ziel ist es herauszufin- den, ob die innovative Praxis für unsere Partner in der Landwirt- schaft praktikabel, skalierbar und ökologisch sinnvoll ist. Eine weitere Maßnahme ist die Reduzierung der Foliendicke bei den Verpackungen. Damit unser Tofu beim Kunden frisch und unversehrt ankommt und länger haltbar ist, wird er in Kunststoff verpackt und pasteurisiert. 2025 konnten wir das Verpackungsgewicht einiger Produkte deutlich reduzieren: Pro Jahr summiert sich die Einsparung auf über 17 Tonnen. Aktuell stellen wir weitere Produkte auf dünnere Folien um.« Wie arbeiten Sie bei Taifun an der sozialen Nachhaltigkeit? »Ich spreche mit den Mitarbeitenden, finde die Bedürfnis- se heraus. Was fehlt? Wie ist die Zusammenarbeit unter- einander? Manchmal haben ganz kleine Veränderungen schon eine große Wirkung und verbessern den Arbeitsalltag. Im Außenbereich haben wir eine Wiese, die noch nicht ge- nutzt wird. Dort planen wir derzeit Bänke und Liegen auf- zustellen sowie Obstbäume anzupflanzen: So leisten wir einen Beitrag zur Biodiversität und Mitarbeitende können sich mittags in die Natur setzen. Wir haben schon mal Mitarbeitenden Flächen zum privaten Gärtnern gestellt, auch das wollen wir jetzt wieder anbieten. Diese kleinen Schritte helfen uns dabei, gemeinsam ein besseres Be- wusstsein für unsere Umwelt zu entwickeln und Nachhal- tigkeit erlebbar zu machen.« Das Gespräch führte Dr. Maren Kratz. Der Feto Natur, fermentierter Tofu, schmeckt kalt und warm. Die Tofu-Brat- und Grillwürstchen sind bissfest und herzhaft-aromatisch mit pikanter Chilinote. Die neuen Tofu-Bratfilets »Black Forest« bieten eine würzig- deftige Note dank Kümmel und Zwiebeln. Alnatura Magazin Januar 2026 45
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