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DIE KOLUMNE VON GÖTZ E. REHN Mit der Natur, nicht A u »Eine Natur ohne Menschen ist keine Option. Denn die Kultivierung der Natur durch die Menschen ist ein zukunfts- sicherer Ansatz. Der biologische Landbau trägt zur Stärkung und Entwicklung der Natur bei.« Prof. Dr. Götz E.Rehn, Gründer und Geschäftsführer Alnatura il Liebe Leserinnen und Leser, schon seit Jahren streiten die Vertre- terinnen und Vertreter der heute übli- chen industriellen Landwirtschaft mit denen der biologischen Landwirtschaft über die Frage: Welche Landwirt- schaftsmethode ist die richtige in Be- zug auf Klimawandel und Ernährungs- sicherheit? In den vergangenen Wochen wurden diese unterschiedlichen Positionen beim Thema »Neue genomische Tech- niken« (NGT) besonders deutlich. Wer sie befürwortet, erwartet von den auf diese Weise neu gezüchteten Pflan- zensorten bessere Erträge, höhere Nährstoffgehalte und eine bessere Resistenz gegen den Klimawandel. Im Bio-Landbau warnt man dagegen vor der Zerstörung des Naturorganis- mus und seiner Fähigkeit, sich selbst zu regenerieren. Ganz im Sinne des Dichters Rainer Maria Rilke: »Vor der Natur gibt es kein Urteil, sie hat im- mer recht.« In der Sache hat sich die NGT-Fraktion durchgesetzt. Die NGT wird eingeführt und die veränderten Lebensmittel dürfen ohne Kennzeich- nung verkauft werden. Im Bio-Land- bau ist der Einsatz von jeglicher Gen- technik weiterhin verboten. Vielleicht finden wir eine ganzheitli- che Urteilsgrundlage, wenn wir auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur im Wandel der Zeit schauen. In früheren Zeiten erlebten sich die Menschen als Teil der Natur. Noch heute berichten Mitglieder indigener Völker, wie sie im Einklang mit der Natur leben. Mit der industriellen gegen sie Revolution »bemächtigten« sich die Menschen der Natur. Es findet eine Emanzipation der Menschen von der Natur statt. Die Folgen sind eine Übernutzung der Erde und die Klima- krise. Doch wie gelingt es, die Natur in Zukunft vor der Zerstörung durch die Menschen zu schützen? Eine Natur ohne Menschen ist keine Option. Denn die Kultivierung der Natur durch die Menschen ist ein zukunfts- sicherer Ansatz. Der biologische Land- bau trägt zur Stärkung und Entwick- lung der Natur bei. Die Artenvielfalt wächst, der Boden-Humus-Gehalt verbessert sich, seine CO,-Bindungs- fähigkeit nimmt zu, die Umweltbelas- tung geht zurück. Ein Wirtschaften mit und nicht gegen die Natur sollte das neue Zukunftsmotiv unseres Handelns werden. So kommt zum Beispiel das 20 Meter hohe Alnatura Hochregallager aus Holz ohne Ener- gieeinsatz für Heizen und Kühlung aus. Es steht zwei Meter tief im Bo- den in einer Betonwanne und das Grundwasser des Rheins kühlt bezie- hungsweise erwärmt die gelagerten Bio-Lebensmittel. Entdecken wir die Geschenke der Natur, um mit ihr für uns Menschen eine Welt zu schaffen, die sinnvoll für Mensch und Erde ist. Mit herzlichen Grüßen Ihr Götz E. Rehn ‚Alnatura Magazin Februar 2026 35
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