Produkte im Prospekt
er Bollenhut, ein weißer Strohhut mit Wollkugeln D (Bollen) in Rot oder Schwarz, war ursprünglich Teil einer bäuerlichen Tracht und ist heute Sym- bol für die Schwarzwald-Region. Auch im Logo der Schwarzwaldmilch GmbH in Freiburg finden sich rote Bommeln - ein unverwechselbares Zeichen für die Ver- bundenheit mit und Verwurzelung in der Region. Wir sind in St. Märgen im Hochschwarzwald, rund 18 Kilo- meter Luftlinie östlich von Freiburg im Breisgau, und besuchen am frühen Morgen den Steinbachhof. Die Sonne blinzelt über die Tannenwipfel und die Kühe stehen noch im Stall, denn noch ist Bio-Milchbauer Andreas Schwär nicht ganz fertig mit der Herde: Die letzten der rund 30 Kühe müssen gemolken werden. Die frische Bio-Heumilch fließt derweil direkt in einen großen Milchtank, in dem mehr als anderthalbtausend Liter bei vier Grad Celsius gelagert werden können. Nach dem Melken geht die Stalltür auf und die Tiere laufen hinaus in die Morgensonne, ihre Weide ist nicht weit: »De Buckel nuff«, wie der Schwarzwälder zu sagen pflegt, bis zum Schatten spendenden Waldrand. Sofern es die Witterung zulässt, sind die Tiere von April bis Oktober an mindestens 150 Tagen auf der Weide und können so in der Natur grasen und Quellwasser aus Trögen genießen. Und sie halten ganz nebenbei auch die Landschaft rund um den Hof offen - tragen also zum Erhalt offener Flächen wie Wiesen, Weiden und Heiden bei, um Verbuschung und Bewaldung zu ver- hindern und damit Lebensräume für seltene Arten zu bewahren. Nach dem Grasen auf der Weide werden sie gegen 18 Uhr zurück in den Stall getrieben und ein zweites Mal gemolken. Und weil Kühe viel Appetit haben, gibt es anschließend auch noch weiteres Heu — gewonnen von den eigenen Wiesen. Die Produkte von Schwarzwaldmilch sind dank des ikonischen Logos mit den roten Zu + Bollen auf den ersten - | Blick zu erkennen. J « 810 Buttermilch * Nicht in allen Märkten erhältlich. ESENIESERONESTRT: in einem kleinen Seitental bei St. Märgen. Bio-Landwirt Andreas Schwär bewirtschaftet den Hof LPT TI TZTE ET A BKL 11321 07.7 7 Von Generation zu Generation Andreas Schwär führt den Steinbachhof, der seit 1610 existiert, in der 21. Generation. Seine Eltern sind ge- blieben und helfen weiter mit. So macht man das in der Regel im Schwarzwald. Seit Hunderten von Jahren. Warum er sich für einen solchen anstrengenden Beruf entschieden hat, möchten wir vom fünffachen Familien- vater wissen. »Weil wir eine Verantwortung für die vielen Generationen vor uns haben, die das hier alles von Hand aufgebaut haben«, so der Landwirt. »Dazu kommt die Verantwortung für die Natur. Wir leisten mit unseren Tieren einen wichtigen Beitrag für den Erhalt unserer Kulturlandschaft«, ergänzt er und spricht damit nicht nur für die eigene, sondern auch für die vielen weiteren Familien, die zwischen Kraichgau und Hoch- rhein mit Herz und Hand ihre Milchhöfe in die Zukunft führen und an sieben Tagen die Woche, 365 Tage im Jahr, die Stellung halten. Mehr als 800 Höfe sind es allein in der Genossenschaft Schwarzwaldmilch, in der sich einheimische Bäuerinnen und Bauern bereits vor mehr als 95 Jahren zusammengetan haben und in deren Molkerei die Milch schließlich aufbereitet, weiterverarbeitet und auch vermarktet wird. Gemein- sam ist man einfach stärker. Alnatura Magazin März 2026 39
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