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GESELLSCHAFT / Erholung unerreichten Ziele und die jeweiligen Hand- lungsvorsätze, wie man die Aufgabe nach der Auszeit angehen möchte. Andersherum funk- tioniert es auch: Wer angenehme Pläne für die Freizeit hat, konzentriert sich eher darauf als auf die Stressoren. Beides hilft, besser zu relaxen - und sich damit dem zweiten Aspekt im DRAMMA-Modell zu widmen. R steht für „Relaxation“. Die körperliche Entspannung ist ein biologisches Grundbe- dürfnis, dem wir uns nicht entziehen kön- nen: Jeder Mensch muss schlafen. Aber auch gedankliche Ruhe ist wichtig. Wenn wir dem Geist lange keine Pause gönnen, merken wir schnell, wie seine Leistungsfähigkeit nach- lässt: Die Aufmerksamkeitsspanne sinkt, wir reagieren schneller gereizt oder werden ver- gesslich. Entspannung sollten wir deshalb proaktiv in den Alltag einbauen - und natür- lich in den Urlaub. Auch hier ist es sehr un- terschiedlich, wobei Menschen sich beson- ders gut entspannen. Der eine kommt gerne in der Hängematte zur Ruhe, der andere wird auf dem Surfbrett locker. Wichtig ist, dass die Aktivität nicht stresst oder Druck aufbaut. Die Dauer ist nicht so entscheidend, Körper und Geist freuen sich schon über kleinste Ent- spannungsschnipsel: Eine Metastudie der ru- mänischen West-Universität Temeswar unter- ZU SCHÖN Je besser das Wochenende, des- to geringer kann die Motivation zum Wochenstart ausfallen - trotz Erholung. Dieses Paradox heißt „Blue Monday“ 0) 4. Achtsamkeits- übung: Drei-Mi- nuten-Atemübung oder progressive Muskelent- spannung wirken wie ein Reset. 5.Ein Übergangs- ritual hilft, die Arbeit von der Freizeit abzugrenzen. Es sollte jeden Tag bewusst gestaltet werden. suchte 2022 die Wirkung von Mikropausen, die ein paar Sekunden bis zu zehn Minuten dauern. Sie zeigte, dass sich Menschen nach Mikropausen energiegeladener fühlen. Emp- fohlen werden etwa fünf Minuten pro Stunde. Dabei auf dem Smartphone herumzuscrollen, gilt übrigens nicht als Pause! Denn die vielen Eindrücke, die dabei verarbeitet werden müs- sen, sind für das Gehirn eher Hochleistungs- sport als Ruhephase. Und was meint „Autonomy“? Die Wissen- schaft ist sich einig, dass Selbstbestimmung ein wesentlicher Faktor für das Wohlbefin- den ist. Damit die Freizeit erholsam wirkt, sollten wir selbst bestimmen dürfen, wann wir sie nehmen und wie wir sie gestalten. Auf den Urlaub bezogen heißt das: Wenn wir den ganzen Tag anderen zuliebe durch Ge- schäfte bummeln, obwohl wir eigentlich ger- ne schnorcheln würden, trägt das nicht zur Erholung bei. Versuchen Sie, beim nächsten Urlaub Phasen einzubauen, über die Sie selbst bestimmen können. Bei Familien mit Kindern können die Elternteile schon im Voraus Zei- ten planen, in denen eine Person „frei“ hat, während die andere sich um den Nachwuchs kümmert. Vielleicht möchten Sie ja einen Malkurs besuchen oder eine neue Sportart ausprobieren? > 23
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